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Lauf doch nicht immer weg
Diese Verwechslungskomödie von Philip King hatte es in sich. Ein Pfarrhaus im England des zweiten Weltkriegs wurde innerhalb der zweieinhalbstündigen Aufführung kräftig durcheinandergewirbelt. Alte Bekannte, geladene und ungeladene Gäste – alles Pfarrer oder alles Betrüger? Und wer versteckt sich im Schrank? Viele Fragen, doch zum guten Ende lösen sich die scheinbar undurchdringlichen Beziehungsknäuel noch auf, und alle (Guten) können beruhigt aufatmen (der Böse muß natürlich ins Gefängnis).
Die große Herausforderung dieses Stückes war das Bühnenbild. “Lauf doch nicht immer weg“ verlangt nach vielen (Aus-)Wegen für viele Personen. Kaum geht der eine, kommt schon der nächste von woanders usw. – Nahe an den Regieanweisungen wurde daher in tageweisen Schichten mühsamer Eigenarbeit der Wohnzimmerbereich eines Pfarrhauses nachgebildet, zu dem ein Terassenausgang genauso gehört wie eine Treppe zu den Schlafgemächern. Ein begehbarer Schrank wurde außerdem für einige Besucher des Hauses ein oft frequentierter Treffpunkt, leider meist unter dem Zwang, irgend jemand anderem gerade nicht begegnen zu dürfen. Die Arbeiten am Bühnenbild fanden meist am Wochenende tageweise mit wechselnder Besetzung statt, bis nach insgesamt zwei Monaten „Bauzeit“ alles perfekt war.
Der Materialaufwand für alle Bühnenarbeiten, zu denen auch diesmal wieder ein Ausbau der Beleuchtungsmöglichkeiten zählte, konnte - wie immer - aus den Spenden unserer Zuschauer finanziert werden. Und es gibt noch viel zu tun, denn bei der Generalprobe zu „Lauf doch nicht immer weg“ hielten die Sicherungen der Lichtanlage dem Strombedarf noch nicht stand. Zum Glück taten sie es bei den Aufführungen ... Jens Kan Zurück |