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In der Nähe des Todes
Nach der erfolgreichen Komödie „Der Schaukelstuhl“ wollten wir uns wieder an einem Kriminalstück versuchen. Nach Agatha Christies „Zehn kleine Negerlein“ sollte es diesmal der Durbridgeklassiker „In der Nähe des Todes“ sein. Wir haben versucht, die düstere Stimmung dieses Stückes auf die Bühne zu übertragen, was uns auch ganz gut gelang. Eine für uns interessante Aufgabe waren die Rückblenden, das heißt eine Person von einem zurückliegenden Ereignis. Im Film wird dies normalerweise durch Einspielen einer entsprechenden Filmsequenz dargestellt. Wir beim Theater können dies leider nicht, aber gottlob konnten wir dank unserer neuen Lichtanlage einzelne Teile der Bühne so ausleuchten, daß die Rückblenden optisch deutlich hervortraten.
Neu war auch der Einsatz von Kunstblut. Schließlich sollten die „Morde“ auch realistisch aussehen. Schwierig gestaltete sich die Umsetzung trotzdem. Wie sich herausstellte, ist das Durchstechen eines sogenannten Blutkissens bei weitem nicht so leicht, wie es aussehen mag. Man muß die richtige Stelle genau treffen. Das ist um so schwieriger, wenn beide Akteure sich dabei bewegen müssen. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister und so gelang diese Unterfangen nach mehreren Probedurchläufen vortrefflich. Abschließend bleibt zu sagen, daß das Stück vom Publikum gut aufgenommen wurde, obwohl die meisten sicher eine Komödie erwartet hatten. Andreas Bender Zurück |